Ich interessiere mich ja total für die Astrologie und die Kosmologie. Morgens lese ich IMMER als erstes mein Horoskop, weil ich sonst nicht ruhig und entspannt zur Arbeit gehen kann. Mir ist wichtig zu wissen, was heute auf mich zukommt und wem oder was ich heut lieber aus dem Weg gehen sollte.
Mein Mann tut das alles mit Hokuspokus ab, aber ich glaube an Horoskope. Zum Beispiel stand im Horoskop "Sie werden heute eine interessante Begegnung machen, die ihr Leben verändern wird." als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte, das kann niemand mit Zufall vergleichen.
Mein Sohn teilt diese Leidenschaft mit mir und zusammen lesen wir uns oft Horoskope von früher vor und werten sie aus. Wenn ich mal mein Horoskop nicht lesen kann, dann markiere ich mir diesen Tag im Kalender und lese später die Horoskope für diese Tage, das ist wirklich spannend, weil man ja schon weiß, was an diesem Tag passiert ist.
Um ehrlich zu sein, mir helften die Horoskope den Tag zu überstehen, wenn im Horoskop steht, dass ich heut einen schlechten Tag auf Arbeit haben werde, bin ich schon darauf vorbereitet und kann das beste daraus machen, ohne diese Vorwarnungen würde ich unerwartet ins Schlechte stürzen und das dann vielleicht nicht verkraften.
Neulich beim Pilates kam eine Nachzüglerin dazu, die viel zu jung für unseren Kurs war. Ich habe mich extra in einen 50+ Kurs eingeschrieben, weil man dort etwas schonender mit unseren Knochen und Muskeln umgeht. Kurz gesagt, die Übungen sind nicht so schwer. ;)
Und da kam dieses junge Ding, ich schätzte sie 23, herein und fragte ob sie hier richtig sei. Wir sahen sie alle total verwirrt an, weil man auf den ersten Blick sehen konnte, dass sie hier NICHT richtig war.
Die Pilates-Lehrerin nickte nur fröhlich und wies sie auf den freien Platz neben mir. Ich war vielleicht bedient, ich bin schon so die schlechteste im Kurs, da mir die Muskeln mit den Jahren einfach flöten gegangen sind und ich meine Gliedmaßen einfach nicht mehr so verrenken kann wie früher. Und dann setzt sich so ein junges Ding neben mich und macht bei einer 50+ Gruppe mit, lächerlich.
Die Pilates-Trainerin erklärte uns kurz, dass Melanie, so hieß der junge Hüpfer, leider zu spät gesehen hat, dass die Kurse schon laufen und da nur hier ein Platz frei war, hat sie sich entschlossen, langsam mit Pilates anzufangen und hier mit einzusteigen. Ich war froh, dass sie wenigstens noch nie etwas von Pilates gesehen hat und deshalb auch keine Ahnung hatte.
Pustekuchen!!! Nach einer halben Stunde fragte sie, ob sie ihre Übungen alleine machen und die Lehrerin nur mal drüber schauen könne. Anscheinend hatte sie sich ihre Pilates-Übungen bei youtube angeschaut oder so, jedenfalls konnte sie all die Übungen perfekt! Ich war vielleicht sauer, entweder war sie wirklich so dumm und wusste nicht, dass wir hier "sanftes" Pilates machen oder sie brauchte einen Selbstwertgefühl-Pusher.
Gott sei Dank fand das unsere Lehrerin auch nicht so lustig und wies sie darauf hin, sich doch in einen anderen Kurs einzuschreiben oder bis nächstes Jahr zu warten.
Dienstag, 14. September 2010
Samstag, 7. August 2010
Büroalltag und Pilates
Hallo zusammen,
ich bin die Christel und das hier ist mein erster Blog. Ich bin Versicherungsvertreterin und 51 Jahre alt. Den Beruf übe ich jetzt seit 20 Jahren aus und ich muss sagen, langsam ist Schluss! Ich fühle mich zu alt für so einen Job. Allerdings ist es jetzt zu spät sich neu zu orientieren und das ist der Haken dabei, dass heißt also ich muss jetzt erst einmal so weiterarbeiten und auf ein Wunder hoffen. Ich bewerbe mich regelmäßig bei anderen Firmen, aber bis jetzt wird es einfach nichts. Ich fühle mich total alt und nutzlos.
Vor 5 Jahren habe ich mich von meiner Jugendliebe Hans scheiden lassen und bin seit einem Jahr wieder glücklich verheiratet. Ganz so schlecht ist meine Arbeit nicht, denn ich habe meine neue Liebe dort kennen gelernt, im Büro nebenan ist er eingezogen. Wir trafen uns ab und zu an der Kaffeetheke und hielten ein Pläuschchen. Doch irgendwann wurden daraus lange Gespräche und wir verabredeten und zu einem richtigen Kaffee.
Nun sind wir glücklich verheiratet und er Gott sei Dank wieder weg aus meiner Firma, denn Arbeit und Privates zusammen geht einfach nicht. Man möchte sich ja nicht Tag und Nacht auf der Pelle hocken. Nun arbeitet er bei der Allianz als Berater, was ihm viel mehr liegt.
Bis vor 5 Jahren musste ich noch zu den Kunden fahren und mich aufdrängen, was mir wirklich sehr unangenehm war, aber wenn man ein Kind zu versorgen und ein Haus abzuzahlen hat, dann freut man sich über jedes verdiente Geld, was man auf dem Konto hat.
Nun sitze ich aber im Büro und berate Kunden vom Büro aus, das ist wesentlich erträglicher aber fördert meine Gesundheit nicht wirklich. Vor kurzem habe ich mit Pilates angefangen und war begeistert, die Übungen und Bewegungen die man dort macht sind so wohltuend für die inneren Bauch-und Rückenmuskeln, das glaubt man gar nicht. Dort habe ich erst einmal gemerkt, dass ich gar keine Tiefenmuskeln besitze, die waren total verkümmert vom ewigen Büroalltag.
Mein Sohn Adrian ist 28 Jahre alt und leitender Architekt in einem Architektenbüro. Ich bin sehr stolz auf ihn, da etwas gutes aus ihm geworden ist. In seiner Teenager-Zeit hatte er ein paar Phasen, in denen ich dachte, dass er auf die schiefe Bahn gerät, aber er hat die Kurve gekriegt und was ordentliches gemacht, studiert.
ich bin die Christel und das hier ist mein erster Blog. Ich bin Versicherungsvertreterin und 51 Jahre alt. Den Beruf übe ich jetzt seit 20 Jahren aus und ich muss sagen, langsam ist Schluss! Ich fühle mich zu alt für so einen Job. Allerdings ist es jetzt zu spät sich neu zu orientieren und das ist der Haken dabei, dass heißt also ich muss jetzt erst einmal so weiterarbeiten und auf ein Wunder hoffen. Ich bewerbe mich regelmäßig bei anderen Firmen, aber bis jetzt wird es einfach nichts. Ich fühle mich total alt und nutzlos.
Vor 5 Jahren habe ich mich von meiner Jugendliebe Hans scheiden lassen und bin seit einem Jahr wieder glücklich verheiratet. Ganz so schlecht ist meine Arbeit nicht, denn ich habe meine neue Liebe dort kennen gelernt, im Büro nebenan ist er eingezogen. Wir trafen uns ab und zu an der Kaffeetheke und hielten ein Pläuschchen. Doch irgendwann wurden daraus lange Gespräche und wir verabredeten und zu einem richtigen Kaffee.
Nun sind wir glücklich verheiratet und er Gott sei Dank wieder weg aus meiner Firma, denn Arbeit und Privates zusammen geht einfach nicht. Man möchte sich ja nicht Tag und Nacht auf der Pelle hocken. Nun arbeitet er bei der Allianz als Berater, was ihm viel mehr liegt.
Bis vor 5 Jahren musste ich noch zu den Kunden fahren und mich aufdrängen, was mir wirklich sehr unangenehm war, aber wenn man ein Kind zu versorgen und ein Haus abzuzahlen hat, dann freut man sich über jedes verdiente Geld, was man auf dem Konto hat.
Nun sitze ich aber im Büro und berate Kunden vom Büro aus, das ist wesentlich erträglicher aber fördert meine Gesundheit nicht wirklich. Vor kurzem habe ich mit Pilates angefangen und war begeistert, die Übungen und Bewegungen die man dort macht sind so wohltuend für die inneren Bauch-und Rückenmuskeln, das glaubt man gar nicht. Dort habe ich erst einmal gemerkt, dass ich gar keine Tiefenmuskeln besitze, die waren total verkümmert vom ewigen Büroalltag.
Mein Sohn Adrian ist 28 Jahre alt und leitender Architekt in einem Architektenbüro. Ich bin sehr stolz auf ihn, da etwas gutes aus ihm geworden ist. In seiner Teenager-Zeit hatte er ein paar Phasen, in denen ich dachte, dass er auf die schiefe Bahn gerät, aber er hat die Kurve gekriegt und was ordentliches gemacht, studiert.
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